Mittwoch, 2. November 2016

Maronen-Cremé Bruleé mit Orangen-Kumquat-Kompott

Auch wenn ich dem Sommer etwas hinterher trauere, freue ich mich doch über den Herbst mit seinen goldenen Farben, langen Spaziergängen und gemütlichen Nachmittagen zu Hause mit dicken Socken und Wärmflasche, während es draußen stürmt. Auch in der Küche wird es bei mir wieder wärmer mit Gewürzen wie Zimt, Kardamon, Vanille und seit einiger Zeit auch Tonkabohnen. Von dieser Neuentdeckung in meinem Gewürzregal hatte ich euch ja bereits bei  vorgeschwärmt.




Was ebenfalls fest zum Herbst gehört sind Kastanien. Jeder von uns hat sicher früher diese Nüsse in ihrer stacheligen Schale gesammelt und damit den halben Zoo nachgebaut. Aber nicht nur zum Basteln sind die kleinen Freunde geeignet. Maronen, eine Edelkastaniensorte, kennt man vor allem geröstet vom Weihnachtsmarkt aber auch als Creme sind sie sehr lecker. 
Als mir eine liebe Freundin eine Dose Maronencreme aus Frankreich mitgebracht hat, habe ich eine Weile überlegt, was ich damit anstellen könnte. Da diese sehr süß schmeckt, eignet sie sich wunderbar um zum Beispiel Desserts damit zu Süßen. 
Da mein absolutes Lieblingsdessert, vor allem in der kalten Jahreszeit, Creme Bruleé ist, habe ich kurzer Hand den Zucker im Grundrezept mit der Maronencreme ersetzt und an Stelle von Vanille Tonkabohne genommen und schon war ein leckere herbstliche Version des Klassikers entstanden. 
Um der süßen Creme etwas Frisches entgegen zu setzen, eignen sich die leicht herben Kumquats ganz wunderbar und holen etwas Sonne vom Sommer zurück auf den Tisch! Probiert es einfach aus und gönnt euch an einem nasskalten Novembernachmittag etwas Gutes! 


Maronen-Cremé-Bruleé mit Orangen-Kumquat-Kompott

Zutaten:

  • 300 g Sahne
  • 100 ml Milch
  • 1/4 Tonkabohne
  • 6 Eigelb
  • 100 g Maronenpüree
  •  Für die Karamellkruste
    • 30 g feiner Zucker
    • 30 g brauner Zucker
  • Saft von 4 Blutorangen
  • 2 Hand voll Kumquats



So wird's gemacht: 


  1. Backofen auf 110°C vorheizen
  2. Sahne und Milch zusammen mit der Tonkabohne (am besten auf einer Muskatreibe gerieben) aufkochen
  3. In einer Schüssel Eigelb und Maronenpüree verquirlen und vorsichtig unter die noch warme Sahne-Milch-Mischung rühren
  4. Als nächstes wird die Creme auf 4-6 feuerfeste Förmchen (abhängig von der Größe) verteilt. Die Förmchen stellt ihr nun entweder in eine große Auflaufform oder in ein tiefes Backblech und giesst so viel Wasser in die Form oder das Blech, bis dieses etwa bis zur halben Höhe der Förmchen reicht.
  5. Die Creme wandert nun in den Ofen und darf dort 30-40 min bis sie am Rand fest ist aber in der Mitte noch etwas wackelig. 
  6. In der Zwischenzeit die Kumquats waschen, in Scheiben schneiden und gemeinsam mit dem Blutorangensaft aufkochen. Bei mittlerer Hitze weiterkochen, bis sich die Flüssigkeit etwa zur Hälfte reduziert hat. Danach könnt ihr das Kompott vom Herd nehmen und abkühlen lassen
  7. Die fertige Creme Bruleé  aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen (mind. 4 Stunden, am besten aber über Nacht). Dabei solltet ihr jedes Schälchen mit Frischhaltefolie abdecken (so dass diese direkt auf der Creme aufliegt), damit sich keine Milchhaut bildet
  8. kurz vor dem Servieren die Folie entfernen, vorsichtig eventuelles Kondenswasser abtupfen und die Creme mit einer Mischung aus braunem und weissem Zucker bestreuen
  9. Nun kommt mein Lieblingsschritt: das Karamelisieren. Dafür nehmt ihr einen kleinen Gasbrenner (gibts schon für wenig Geld in jedem Küchengeschäft und ist gold wert) und los gehts! Am besten arbeitet ihr mit einem Abstand von 10-15 cm und schmelzt den Zucker gleichmäßig bis dieser anfängt Blasen zu schlagen und goldbraun zu werden. 
  10. Jetzt gehts ans anrichten: Dazu die Cremé Bruleé auf einen großen Teller oder z.B. Schieferplatten (gibts für wenig Geld im Baumarkt als Dachschindeln) stellen und neben das Förmchen einen Klecks des Kompotts geben - FERTIG :-)



Viel Spaß beim Knacken der Karamellkruste - ich liebe dieses Geräusch!

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